Alten- und Pflegeheime

Was ist das Problem? Im Jahr 2019 waren ca. 910.000 pflegebedürftige, ältere Menschen in Deutschland zur stationären Pflege in insgesamt ca.14.500 Alten- und Pflegeheimen untergebracht. Die zeitliche Entwicklung zeigt eine stark zunehmende Tendenz dieser Zahlen. Gleichzeitig steigt der Anteil multimorbider und chronisch Kranker in dieser Bevölkerungsgruppe.Die medizinische Versorgung dieser Menschen gestaltet sich schwierig, besonders auch in den Zeiten einer Pandemie. Mangels Arztbesuchen im Heim müsste der Patient zum Arzt transportiert werden. Ein Krankentransport bedeutet allerdings oft ein hohe Belastung für den Patienten. Studien haben gezeigt, dass der Krankheitsverlaufs eines Demenzpatienten sich nach einem solchen Transport stark verschlechtern kann.

Hieraus ergeben sich zunehmend hohe Herausforderungen an eine adäquate medizinische Betreuung.

Quelle: gbe-bund

Der virtuelle Hausarzt

Die medizinische Versorgung der Patienten in Alten- und Pflegeheimen wird häufig durch angeschlossene Haus- und Facharztpraxen übernommen. Aufgrund räumlicher Distanzen und der Notwendigkeit regelmäßiger Visiten in den Pflegeheimen ergibt sich für die Ärzte ein hoher zeitlicher Aufwand, die reguläre Behandlung der Patienten in den Praxen ist in dieser Zeit nicht möglich.

Eine effektive Maßnahme zur Lösung der genannten Probleme ist der Einsatz des Telemedizinsystems RescueLink zur Fernbehandlung von Patienten in Alten-und Pflegeheimen.

Wie funktioniert das?

Telemedizinische Versorgung im Projekt BLENCON

Im Rahmen des Versorgungsmodells BLENCON wurde telemedizinische Betreuung in Pflegeeinrichtungen praxisnah erprobt und über mehrere Jahre hinweg begleitet.
GHC stellte dafür die telemedizinische Ausrüstung und die technische Infrastruktur bereit.

Telemedizinische Ausstattung für

  • 8 Pflegeheime mit telemedizinischer Versorgung
  • 16 RescueLink-Stationen
  • 8 Hausarztpraxen
  • 8 kardiologische Praxen

Durchgeführte telemedizinische Visiten

  • mehr als 4.000 hausärztliche Konsultationen

Die telemedizinischen Visiten umfassten vielfältige allgemeinmedizinische Fragestellungen, darunter akute Beschwerden, Verlaufskontrollen, geriatrische Themen, Wundbeurteilungen und internistische Abklärungen.
Die Untersuchungen wurden jeweils vor Ort durch Pflegekräfte unterstützt, während die teleärztliche Begleitung über RescueLink erfolgte.

Noch Fragen? Melden Sie sich gern.