Diagnostischer Anspruch in der Allgemein-Medizin

Für eine sichere und fundierte Diagnose benötigt der Allgemeinmediziner  Zugang zu zentralen Untersuchungsverfahren. Dazu gehören:

  • Körperliche Untersuchung:
    Visuelle Inspektion, Auskultation mittels digitalem Stethoskop, einfache Funktionsprüfungen sowie Otoskopie für Ohr-, Hals- und Nasenbefunde.
  • Gerätediagnostik:
    Zuverlässige Messwerte wie Blutdruck, Puls und ein Elektrokardiogramm (EKG) liefern unmittelbare Einblicke in den Herz-Kreislauf-Status.
  • Lungenfunktionsprüfung
    Ein Spirometriegerät ermöglicht die präzise Beurteilung von Atemwegserkrankungen und respiratorischen Einschränkungen.
  • Sonographie:
    Moderne Ultraschall- und Doppler-Sonographie-Systeme unterstützen die schnelle Einschätzung innerer Organe, Gefäße und Weichteilstrukturen.
  • Augenuntersuchungen:
    Digitale Tools für die ophthalmologische Grunddiagnostik erlauben Einblicke in Sehfunktion, vordere Augenabschnitte und Auffälligkeiten.

RescueLink für die hausärztliche Versorgung

Die Anwendung von RescueLink ermöglicht es Hausärzten, zentrale Untersuchungen wie Inspektion, Auskultation, Otoskopie, Blutdruck-, Puls- und EKG-Messung, Spirometrie, Ultraschall/Doppler sowie Basis-Augenuntersuchungen auch aus der Ferne zuverlässig zu begleiten.
Über das System werden alle Gerätewerte und Live-Bilder direkt an den Arzt übertragen. Die medizinische Fachkraft vor Ort unterstützt den Ablauf und führt die Untersuchungen nach ärztlicher Anleitung durch.

Beispiel: Lungenfunktionsprüfung

Bei der Spirometrie führt die Fachkraft die Messung durch, während der zugeschaltete Telearzt die Atemkurven in Echtzeit sieht, bewertet und sofort eine Diagnose stellen kann. So entsteht eine vollwertige Lungenfunktionsdiagnostik – auch ohne direkte Anwesenheit des Arztes.

In ca. 58% aller Notfalleinsätze ist ein Notarzt an der direkten Versorgung des Patienten beteiligt. Der Notarzt trifft in den meisten Fällen erst nach dem Rettungswagen am Einsatzort ein. In ca. 15% der Fälle ergibt sich so eine Verzögerung von mehr als 10 Min. Bei der Nachforderung von Notärzten zum Einsatzort verlängert sich diese Verzögerung auf bis zu 30 Min. In dieser Zeit sind die Rettungssanitäter bisher auf sich allein gestellt. Dies ist nur eins der Probleme im täglichen Betrieb des Rettungsdienstes.

Quelle: gbe-bund-01

Das System – Ferndiagnose mit RescueLink

Darstellung der diagnostischen Möglichkeiten anhand der unterschiedlichen Geräte und Verfahren mit TM.

Der Visitenwagen

Der Visitenwagen dient als mobile, vollständig integrierte Telemedizinlösung und ermöglicht eine umfassende Diagnostik direkt am Behandlungsort. Alle medizinischen Geräte sind nahtlos in RescueLink eingebunden und erlauben die sofortige Erfassung und Übertragung relevanter Patientendaten.

Integrierte Medizintechnik

  • Schiller Defigard – für EKG-Diagnostik und erweiterte kardiologische Messungen
  • Schiller SpiroScout – präzise Lungenfunktionsanalyse (Spirometrie)
  • Mindray Benevision N1
  • Littmann digitales Stethoskop – hochwertige Auskultation mit Live-Übertragung
  • Digitales Otoskop – Untersuchung von Ohr und oberen Atemwegen
  • Spaltlampe – diagnostische Bildgebung für den vorderen Augenabschnitt

Telemedizin in Echtzeit

  • Sofortige Übertragung aller Patientendaten an den behandelnden Arzt
  • Direkter Audio-/Video-Kontakt mit dem Arzt während der Untersuchung
  • Möglichkeit zum Fernzugriff auf Diagnosedaten und zur ärztlichen Entscheidungsfindung in Echtzeit

Flexible Einsatzmöglichkeiten

  • Als Erweiterung für Arztpraxen zur effizienten Patientenversorgung
  • Als autonome „Gesundheits-Box“, ideal für abgelegene Standorte, Betriebe oder medizinisch unterversorgte Regionen

Erfolgreiche Einsätze

TNA Münster

TNA Münster ist ein Pilotprojekt, das von der Firma ZOLL Medical mit der Feuerwehr der Stadt Münster koordiniert wird. GHC trägt bei dem Projekt mit der Telemedizinsoftware und dem unterbrechungsfreien Netzwerk zum Gelingen des Projekts maßgeblich bei.

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